Der Frühling kommt… ganz langsam

Rosa Rugosa
Rosa Rugosa
Noch ist hier nicht viel zu sehen. Man muss schon ganz genau hinschauen. Natürlich, die Schneeglöckchen sind da, das Grün der Krokusse und frühen Tulpen ist zu sehen, aber sonst verbirgt sich der Frühling. Noch überwiegen überall die winterlichen Farben : Brauntöne, blasses Grün, grau, die kräftigen Farben des Frühlings sind noch nicht zu sehen. Aber die Heckenrosen (Rosa Rugosa) zeigen die ersten Austriebe, die Zaubernuss (Hamamelis) ist schon fast verblüht.

Wunderschön

So ein schöner, sonniger Winter hat hier Seltenheitswert. In den letzten Jahren waren die Winter eher grau, verregnet, ungemütlich und für viele Gartenblumen, die die Nässe nicht vertragen, unbekömmlich.
Aber dieser Winter ist anders: kalt, richtig knackig kalt, über mehrere Wochen Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkt auch tagsüber.

Die schönen und die häßlichen Seiten des Winters

IMG_20170102_123638 Ich mag den Winter. Vor allem dann, wenn sich die Welt in ein weißes Zauberland verwandelt, wenn die Luft klar und frisch ist, wenn der Schnee unter den Schuhen knirscht… Und zu Hause ist es dann gemütlich warm, der Tee oder ein Punsch duftet und es ist so unendlich gemütlich.
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Aber wie Millionen andere bin ich auch Autofahrer. Ich hasse den Matsch, in den sich der Schnee in unseren Breiten allzu schnell verwandelt. Ich hasse die Matschpampe auf dem Bürgersteig, die nur unzureichend geräumten bzw. gestreuten Wege, auf denen man bestenfalls nasse Füße bekommt.
Nichts ist perfekt.

Ups, wo kommen die dann her?

Tulipa Tarda
Tulipa Tarda
Also, ich bin ein Fan von Wildtulpen, den kleinen botanischen, die zeitig im Frühjahr die Wintertristesse mit ihren knalligen Farben vertreiben. Des halb habe ich auch einige von ihnen. Tulipa Tarda, die kleinen gelben, Tulipa Clusiana, und Tulipa Fosteriana. Sie sind anspruchlos, brauche keine besondere Pflege und samen sich selber aus. Dieses Jahr sind inmitten des Tarda Beetes plötzlich rosafarbene erschienen. Ich schwöre, ich habe sie nicht gepflanzt.
Aber auch die Tulipa Clusiana waren plötzlich da. Vor einigen Jahren erschien eine einzige ganz versteckt und verdeckt durch eine Salbeipflanze. Mittlerweile sind es 7 Tulpen geworden und die wandern auch immer weiter von dem Salbei weg. Rätselhaft.

Meine Christrose blüht

ChristroseEhrlich gesagt, es wundert mich und ich habe auch ein richtig schlechtes Gewissen. Ich habe sie nicht wirklich gut behandelt. Sie steht in einem Topf, wenn auch einem großen, wo sie eigentlich gar nicht stehen sollte. Und den Topf muss sie sich mit Schafgarbe teilen. Ich habe sie irgendwann vor ein paar Jahren dort zwischengelagert, denn eigentlich sollte sie in den Garten. Und sie steht noch immer in dem kleinen Töpfchen, in dem ich sie bekommen habe. Und jetzt hat sie zwei Blüten. Ich fürchte fast, es handelt sich um Panikblüten, denn ihre Blätter zeigen nicht das satte dunkelgrün, sondern sind hell, als ob sie Mangel litte. Ich werde mich bessern. Im Frühjahr werde ich sie von ihrem zu kleinen Topf befreien, sie bekommt dann auch frische Erde und vielleicht auch etwas Dünger.

November

Morgens im Nebel
Morgens im Nebel
Ein typischer Novembermorgen. Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt, Rauhreif auf dem Gras und viel Nebel, der sich nur ganz langsam hebt. Und beim Fotografieren gibt es einen Satz eingefrorener Finger.
Eigentlich mag ich das ja. Dieses Gefühl ganz alleine auf der Welt zu sein, die Stille um mich herum, weil der Nebel so jedes Geräusch schluckt, die Temperatur, die richtig wach macht. Nein, ich vermisse die heissen Sommertage nicht, zumindestens nicht im Augenblick.