Der erste Schnee

Meine kleine Fichte
Meine kleine Fichte
Pünktlich zum ersten Dezember war auch der erste Schnee da. Ungefähr 2 cm, und er blieb liegen. Das ist für den eher warmen Südwesten der Republik ungewöhnlich. Auf den Straßen brach das übliche morgendliche Chaos aus, verschärft durch querstehende PKW und LKW, die an den Steigungsstrecken nicht weiterkommen.

Meine kleine Fichte, die ich als Sämling herangezogen habe, schmückt sich mit der weißen Pracht.
Ich fürchte nur, das Ganze hält sich nicht mehr lange. Die Temperaturen sind auf oberhalb des Gefrierpunkt es gestiegen und es taut heftig.
Die kleine Fichte muss sich dann mit einer Lichterkette begnügen.

Der Herbst ist da

Herbststimmung
Herbst im Wald
Der Herbst ist mit all seinen schönen und weniger schönen Seiten endgültig angekommen. Die Astern und Dalien bühen immer noch mit ihren leuchtenden Farben, das Laub der Bäume hat sich gelb-rot gefärbt, der Morgennebel hebt sich nur sehr zögerlich. Im Garten zeigt der Feuerdorn seine knallgelben Früchte.
Aber ist wird auch nicht mehr richtig hell, die Sonne, wenn sie denn mal durchkommt, hat ihre Kraft verloren, es wird früh dunkel, der Regen zermatscht das Laub und es wird deutlich kälter. Die Wintermäntel werden ausgemottet und langsam mussen auch die Mediterranen Pflanzen ins Winterquartier. Aber das hat noch ein bisschen Zeit. Ein wenig Frost können die ja vertragen.

Hortensien überwintern

Bauernhortensien im Herbst
Eigentlich ist das ja kein Problem, einfach in Ruhe lassen, dann wird das schon. Hortensien sind ja winterhart. Das stimmt, aber nur bedingt. Viele Hortensien sind in der Tat winterhart, z.B. Bauernhortensien, Ballhortensien, Japanhortensien und vor allem Rispenhortensien, wobei die Ballhortensien und die Rispenhortensien richtig winterhart sind.
Bei Gartenbista gibt es noch mehr Infos.
Natürlich kommt es dabei an, in welchem Gebiet der Garten liegt, im milden Klima im Südwesten der Republik sind fast alle Hortensien winterhart. Aber auch da muss man manchmal ein paar Vorsichtsmaßnahmen treffen. Probleme im Winter machen vor allem die Sorten, die viel Sonne brauchen. Und natürlich alle, die im Kübel wachsen. Aber auch mein Hortensienhochstämmchen, das zusätzlich noch im Kübel wächst. Und im Frühjahr machen die Vorgezogenen aus den Gartencentern Probleme, die man nicht so einfach ins Freie stellen kann.

Kübelhortensien überwintern

Ganz wichtig: ab dem Herbst nicht mehr düngen.
Auch nicht, um die Blaufärbung der Pflanze zu erhalten. Spätes Düngen für zu erneutem Austrieben. Diese Triebe können aber nicht mehr richtig ausreifen undsterben beim ersten Frost schon ab und oft werden dann auch ältere Triebe in Mitleidenschaft gezogen.

richtig gießen:

Tellerhortensie
Tellerhortensie als Hochstamm
Hortensien mögen weder Staunässe noch Trockenheit. Das gilt natürlich für das ganze Jahr, ist aber im Herbst besonders wichtig. Also, Giessen je nach Witterung

Kübelgröße:

Zu kleine Kübel können die Hortensie nicht richtig vor dem Frost schützen. Entweder spendiert man die Hortensie ein größeres Gefäß oder man überwintert sie doch besser im Haus.
Den Kübel stellt man dann auf eine isolierende Platte (z.B. Styopor, ein dickes Holzbrett ….) Den Kübel selbst kann man mit Luftpolsterfolie umwickeln (aber Achtung: nicht die Pflanze), oder/ und mit einer dicken Kokosmatte. Die Pflanze selber bekommt dann einen Jutesack übergestülpt. In kalten Gegenden kann man den Wurzelballen noch mit Laub, Nadelzweigen oder ähnlichem schützen. Dann wird alles an einen schattigen, windgeschützten, regengeschützten Platz an der Hauswand gestellt. An regengeschützten Plätzen muss die Hortensie auch im Winter gelegentlich gegossen werden, die Wurzeln dürfen nicht austrocken. Wenn die Hortensie Regen abbekommt, muss man daruf achten, dass sie nicht unter Staunässe leidet.

Rispenhortensie
Rispenhortensie „Limelight“
In sehr kalten Regionen sollten die Kübelhortensien doch lieber im Haus überwintert werden. Optimal ist nicht das Wohnzimmer, sondern ein Kalthaus, ein unbeheiztes Gewächshaus, das aber vor allem ab Februar gegen die Wintersonne schattiert werden muss.
Grundsätzlich ist auch eine dunkle Überwinterung möglich, aber dann sollten die Temperaturen möglichst nicht über fünf Grad liegen, damit die Hortensien ihren Stoffwechsel weitgehend einstellen. Eine helle, warme Überwinterung ist zwar auch möglich, aber nicht optimal – Hortensien werden erfahrungsgemäß leicht von Schildläusen befallen. Zudem hemmt die fehlende Ruhezeit die Bildung neuer Blütenknospen.

Ein Rückschnitt der erfrorenen oder abgestorbenen alten Blütentriebe erfolgt erst im Frühjahr, wenn die tiefen Fröste vorbei sind. Remontierende Sorten kann man wie Stauden bis etwa eine Handbreit über dem Boden kürzen.

Winterschutz für Freiland-Hortensien

In wintermilden Regionen brauchen ältere, in den Garten ausgepflanzte Bauern- und Teller-Hortensien in der Regel keinen Winterschutz – sofern sie einen artgerechten Standort im Halbschatten auf humusreichem Böden haben. In kälteren Klimazonen sollten die Sträucher aber im Spätherbst mit einer dicken, mit Tannenzweigen abgedeckten Laubschicht gemulcht werden. Zusätzlich kann man bei anhaltenden strengen Frösten die Kronen vorübergehend mit Wintervlies abdecken. Manche Sorten der Bauern-Hortensien und Teller-Hortensien remontieren nicht, deshalb fällt nach starken Frostschäden oft für ein Jahr die Blüte aus. Bei neu gepflanzten Hortensien, die noch keinen Winter im Freiland durchgestanden haben, ist ein Winterschutz grundsätzlich empfehlenswert.

Frostharte Hortensien

Die größte Frosthärte zeigen Rispen-Hortensien (Hydrangea paniculata) und Ball-Hortensien (Hydrangea arborescens). Sie kommen ohne jeglichen Winterschutz aus. Da diese Arten ihre Blütenknospen erst an den neu gebildeten Trieben anlegen, werden die alten Blütentriebe im Frühjahr stark zurückgeschnitten und dabei auch gleich etwaige Frostschäden entfernt

Es wird Herbst

Verblühte Astilbe
Verblühte Astilbe
Die Stauden sind so langsam verblüht. Die Frage ist, was ist mit den Samenständen? Soll man sie entfernen oder lieber doch nicht?
Ich lasse die halbwegs noch gut aussehenden Pflanzen stehen mit ihren Samenständen. Manche sehen im Spätherbst und Winter mit einer weissen Schicht von Reif, Eis oder sogar Schnee richtig gut aus. Außerdem ernähren die Samen unsere einheimischen Vögel, die in den aufgeräumten Gärten schwer Nahrung finden.
Der Rückschnitt erfolgt dann erst im Frühjahr.
Besonders wertvoll sind die Samenstände von Herbstaster, Edeldistel, Ballonblume und Strandflieder. Aber, so einfach ist es dann doch nicht.
Manche Stauden samen sich sehr stark aus und beeinträchtigen dann im Frühjahr und später das Wachstum aller Gewächse um sie herum. Entfernen sollte man die Samenstände von Goldrute, Lupinen, Akelei, Rittersporn, Königskerze, Flammenblume Phlox, und Staudenglockenblume. Das sollte man so schnell wie möglich, direkt nach der Blüte tun, damit die Samen gar nicht erst ausreifen können.

Endlich

Das Frühjahr ist da. Nach dem kalten April bringt der Mai Wärme und vor allem auch Regen. Und innerhalb weniger Tage scheint die Natur zu explodieren. Die Rosen haben dicke Knospen, die Zwiebelblüher ziehen ihre Blätter ein, die Nelken haben erste Blüten. Ich kann gar nicht alles aufzählen. Aber der Rasen muss gemäht werden, mindestens einmal pro Woche, eine Arbeit, die mir so gar keinen Spaß macht. Vielleicht möchte das ja jemand für mich übernehmen?

Der Mai beginnt kalt

Ja, nachdem der frühe Frühling fast schon sommerlich warm war, ist es jetzt seit drei Wochen wieder kalt. Die Wintersachen können noch immer nicht weggepackt werden, die späten Frühlingsblüher regen sich nicht, mein Flieder lässt die Knospen noch ganz fest zu.
Ein Gutes hat die Kälte aber doch: Tulpen und Primeln blühen immer noch, die Primeln bereits seit Anfang März. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

So schön kann eine Blumenwiese sein

Blumenwiese
Blumenwiese
Eigentlich nur ein sogenanntes Abstandsgrün auf einem Parkplatz, um das sich mehrere Jahre niemand gekümmert hat. Und dort hat sich ein Refugium für Wildpflanzen entwickelt. Ich denke, dort war wohl mal Rasen ausgesät worden. Zu erkennen ist Löwenzahn, Wolfsmilch, verschiedene Gräser, das Gemeine Kreuz- oder Greiskraut und ein paar andere, deren Namen ich nicht kenne. Alle behaupten sich zwischen Abgasen, parkenden Autos und die darüber laufenden Fußgängern recht gut.

Susan steht im Garten

Magnolia liliiflora 'Susan'
Magnolia liliiflora ‚Susan‘
Ja nun, wer ist Susan? Keine vor dem Brexit geflüchtete Engländerin, sondern eine purpurfarbene Magnolie. Und zwar ein Busch. Der Garten ist nur klein, also konnte dort auch nur ein kleiner Strauch stehen.
Laut Beschreibung wächst Susan zu einem eher rundlichen Strauch heran, blüht lange bis zum Juli und duftet.

Susan wird bis zu 3m breit und genauso hoch, aber sie ist schnittverträglich. Ich denke man kann sie so in ihre Grenzen weisen. Hoffentlich. Sonst muss sie raus und wird verschenkt.

Der Frühling kommt… ganz langsam

Rosa Rugosa
Rosa Rugosa
Noch ist hier nicht viel zu sehen. Man muss schon ganz genau hinschauen. Natürlich, die Schneeglöckchen sind da, das Grün der Krokusse und frühen Tulpen ist zu sehen, aber sonst verbirgt sich der Frühling. Noch überwiegen überall die winterlichen Farben : Brauntöne, blasses Grün, grau, die kräftigen Farben des Frühlings sind noch nicht zu sehen. Aber die Heckenrosen (Rosa Rugosa) zeigen die ersten Austriebe, die Zaubernuss (Hamamelis) ist schon fast verblüht.

Wunderschön

So ein schöner, sonniger Winter hat hier Seltenheitswert. In den letzten Jahren waren die Winter eher grau, verregnet, ungemütlich und für viele Gartenblumen, die die Nässe nicht vertragen, unbekömmlich.
Aber dieser Winter ist anders: kalt, richtig knackig kalt, über mehrere Wochen Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkt auch tagsüber.