Endlich

Das Frühjahr ist da. Nach dem kalten April bringt der Mai Wärme und vor allem auch Regen. Und innerhalb weniger Tage scheint die Natur zu explodieren. Die Rosen haben dicke Knospen, die Zwiebelblüher ziehen ihre Blätter ein, die Nelken haben erste Blüten. Ich kann gar nicht alles aufzählen. Aber der Rasen muss gemäht werden, mindestens einmal pro Woche, eine Arbeit, die mir so gar keinen Spaß macht. Vielleicht möchte das ja jemand für mich übernehmen?

Der Mai beginnt kalt

Ja, nachdem der frühe Frühling fast schon sommerlich warm war, ist es jetzt seit drei Wochen wieder kalt. Die Wintersachen können noch immer nicht weggepackt werden, die späten Frühlingsblüher regen sich nicht, mein Flieder lässt die Knospen noch ganz fest zu.
Ein Gutes hat die Kälte aber doch: Tulpen und Primeln blühen immer noch, die Primeln bereits seit Anfang März. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

So schön kann eine Blumenwiese sein

Blumenwiese
Blumenwiese
Eigentlich nur ein sogenanntes Abstandsgrün auf einem Parkplatz, um das sich mehrere Jahre niemand gekümmert hat. Und dort hat sich ein Refugium für Wildpflanzen entwickelt. Ich denke, dort war wohl mal Rasen ausgesät worden. Zu erkennen ist Löwenzahn, Wolfsmilch, verschiedene Gräser, das Gemeine Kreuz- oder Greiskraut und ein paar andere, deren Namen ich nicht kenne. Alle behaupten sich zwischen Abgasen, parkenden Autos und die darüber laufenden Fußgängern recht gut.

Susan steht im Garten

Magnolia liliiflora 'Susan'
Magnolia liliiflora ‚Susan‘
Ja nun, wer ist Susan? Keine vor dem Brexit geflüchtete Engländerin, sondern eine purpurfarbene Magnolie. Und zwar ein Busch. Der Garten ist nur klein, also konnte dort auch nur ein kleiner Strauch stehen.
Laut Beschreibung wächst Susan zu einem eher rundlichen Strauch heran, blüht lange bis zum Juli und duftet.

Susan wird bis zu 3m breit und genauso hoch, aber sie ist schnittverträglich. Ich denke man kann sie so in ihre Grenzen weisen. Hoffentlich. Sonst muss sie raus und wird verschenkt.

Der Frühling kommt… ganz langsam

Rosa Rugosa
Rosa Rugosa
Noch ist hier nicht viel zu sehen. Man muss schon ganz genau hinschauen. Natürlich, die Schneeglöckchen sind da, das Grün der Krokusse und frühen Tulpen ist zu sehen, aber sonst verbirgt sich der Frühling. Noch überwiegen überall die winterlichen Farben : Brauntöne, blasses Grün, grau, die kräftigen Farben des Frühlings sind noch nicht zu sehen. Aber die Heckenrosen (Rosa Rugosa) zeigen die ersten Austriebe, die Zaubernuss (Hamamelis) ist schon fast verblüht.

Wunderschön

So ein schöner, sonniger Winter hat hier Seltenheitswert. In den letzten Jahren waren die Winter eher grau, verregnet, ungemütlich und für viele Gartenblumen, die die Nässe nicht vertragen, unbekömmlich.
Aber dieser Winter ist anders: kalt, richtig knackig kalt, über mehrere Wochen Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkt auch tagsüber.

Die schönen und die häßlichen Seiten des Winters

IMG_20170102_123638 Ich mag den Winter. Vor allem dann, wenn sich die Welt in ein weißes Zauberland verwandelt, wenn die Luft klar und frisch ist, wenn der Schnee unter den Schuhen knirscht… Und zu Hause ist es dann gemütlich warm, der Tee oder ein Punsch duftet und es ist so unendlich gemütlich.
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Aber wie Millionen andere bin ich auch Autofahrer. Ich hasse den Matsch, in den sich der Schnee in unseren Breiten allzu schnell verwandelt. Ich hasse die Matschpampe auf dem Bürgersteig, die nur unzureichend geräumten bzw. gestreuten Wege, auf denen man bestenfalls nasse Füße bekommt.
Nichts ist perfekt.

Ups, wo kommen die dann her?

Tulipa Tarda
Tulipa Tarda
Also, ich bin ein Fan von Wildtulpen, den kleinen botanischen, die zeitig im Frühjahr die Wintertristesse mit ihren knalligen Farben vertreiben. Des halb habe ich auch einige von ihnen. Tulipa Tarda, die kleinen gelben, Tulipa Clusiana, und Tulipa Fosteriana. Sie sind anspruchlos, brauche keine besondere Pflege und samen sich selber aus. Dieses Jahr sind inmitten des Tarda Beetes plötzlich rosafarbene erschienen. Ich schwöre, ich habe sie nicht gepflanzt.
Aber auch die Tulipa Clusiana waren plötzlich da. Vor einigen Jahren erschien eine einzige ganz versteckt und verdeckt durch eine Salbeipflanze. Mittlerweile sind es 7 Tulpen geworden und die wandern auch immer weiter von dem Salbei weg. Rätselhaft.

Meine Christrose blüht

ChristroseEhrlich gesagt, es wundert mich und ich habe auch ein richtig schlechtes Gewissen. Ich habe sie nicht wirklich gut behandelt. Sie steht in einem Topf, wenn auch einem großen, wo sie eigentlich gar nicht stehen sollte. Und den Topf muss sie sich mit Schafgarbe teilen. Ich habe sie irgendwann vor ein paar Jahren dort zwischengelagert, denn eigentlich sollte sie in den Garten. Und sie steht noch immer in dem kleinen Töpfchen, in dem ich sie bekommen habe. Und jetzt hat sie zwei Blüten. Ich fürchte fast, es handelt sich um Panikblüten, denn ihre Blätter zeigen nicht das satte dunkelgrün, sondern sind hell, als ob sie Mangel litte. Ich werde mich bessern. Im Frühjahr werde ich sie von ihrem zu kleinen Topf befreien, sie bekommt dann auch frische Erde und vielleicht auch etwas Dünger.