Geissblatt (Lonicera heckrottii) am Zaun

Geissblatt
Geissblatt
Mein Garten hat ein paar schattige Ecken, in denen sich Waldbewohner wohl fühlen. Am Zaun wächst auch das Geissblatt, das sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet hat, obwohl es regelmäßig kräftig zurückgeschnitten wird.
Und da liegt auch das Problem: der Zaun ist alt und nicht mehr sehr stabil und wie lange er das Gewicht des Geissblattes noch halten wird, ist fraglich. Ich werde mir wohl demnächst die passenden online Zäune anschauen, um eine stabile und trotzdem attraktive Lösung zu finden. Aber vielleicht hält der Zaun ja noch ein kleines bisschen.
Allerdings, das Geissblatt ist starkwachsend und schafft bis zu 50 cm pro Jahr. So schnell ist meine Schere gar nicht.
Aber es duftet intensiv nach Honig, und vor allem nachts. Damit zieht es alle möglichen nachtaktiven Insekten an, die wiederum die Fledermäuse anziehen, die nachts in meinem Garten anzutreffen sind.
Leider habe ich keine Ahnung, um welche Art es sich handelt, sie fliegen so schnell und so lautlos, dass es unmöglich ist, sie zu beobachten. Und hier in der Gegend sollen 19 verschiedene Arten leben.
Das Geissblatt scheint sich bei mir wohlzufühlen, es blüht reichlich, der Boden ist feucht, und es bekommt trotz schattiger Ecke genügend Sonne ab.
Wenn man von dem häufigen Schnitt absieht ist es eine dekorative pflegeleichte Pflanze. Die Vermehrung erfolgt durch kleine rote Beeren, die von Vögeln gerne genommen und verbreitet werden. Also, genau das Richtige für den naturnahen Garten.

Sarah Bernhardt

Sarah Bernhardt
Paeonia lactiflora ‚Sarah Bernhardt‘
Eine der schönsten Pfingstrosen überhaupt. Benannt wurde sie 1906 nach der französischen Schauspielerin Sarah Bernhardt, der der Züchter Victor Lemoine damit eine Denkmal setzen wollte.

‚Sarah Bernhardt‘ ist eher spätblühend, ihre Blüten öffnen sich erst Ende Mai / Anfang Juni, wenn die Bauernpfingstrosen (Paeonia officinalis) schon größtenteils verblüht sind.
Die Blüten sind riesig, erinnern an Rosen und sind gefüllt. Und weil die Blüten so groß sind, muss ‚Sarah Bernhardt‘ durch einen Staudenring gestützt werden.
Wie alle Pfingstrosen will auch ‚Sarah Bernhardt‘ einen sonnigen Standort und verabscheut Trockenheit und Staunässe. Die abgeblühten Blüten sollte man herausschneiden, es sei denn man möchte versuchen, Samen zu gewinnen. Das ist mir allerdings noch nie gelungen, sie scheint steril zu sein.
Das Laub bleibt bis zum Herbst dunkelgrün. Man kann es dann entfernen, was ich nur mache, wenn es vom Botrytis paeoniae oder eine anderen Pilz befallen ist. Ansonsten binde ich es locker zusammen, weniger als Winterschutz (wie alle Päonien ist ‚Sarah Bernhardt‘ sehr frostbeständig), sondern als Schutz vor zuviel Nässe.
Auch in der Vase sehen die Blüten fantastisch aus, am besten schneidet man die Knospen und lässt sie dann im Haus erblühen.

Die Akeleien blühen

Akeleien (Aquilegia)
Akeleien (Aquilegia)
Sie gehören zu meinen Lieblingsblumen, auch weil sie so anspruchslos sind. Sie samen sich bereitwillig aus und zeigen immer neue Farbvarianten. Gelegentlich muss man dem Samenflug Einhalt gebieten, aber auch das ist normalerweise kein Problem – einfach die Kapseln entfernen, bevor die Samen reif sind.
Meine Akeleien waren ein „Geschenk“ des Nachbarn, sie flogen einfach über den Zaun und waren da und gingen auch nicht mehr weg. Besondere Pflege brauchen sie nicht, Krankheiten sind bei mir im Garten noch nie aufgetreten. Es soll eine Akelei-Blattwespe geben, die allerdings den Weg in meinen Garten noch nicht gefunden hat. Aber wenn doch, wird die befallenene Akelei einfach zurückgeschnitten. Und dann treibt sie im nächsten Jahr aufs Neue gesund aus.

Akeleien eignen sich übrigens gut als Schnittpflanze für die Vase. Kombiniert mit Gräsern sehen sie einfach umwerfend aus.

Akeleien sind nicht sehr langlebig, aber wenn man einige der ausgesamten Jungpflanzen stehen lässt, suchen sie sich selber ihren Lieblingsstandort und zeigen immer neue Blütenfarben.

Ich schneide meine nach der Blüte stark zurück, sie treiben wieder aus, allerdings habe ich es bis jetzt nicht geschafft, sie zu einer zweiten Blüte zu bewegen – was Berichten zu Folge möglich sein soll.

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Verrücktes Wetter

Wetter
So sah es aus
Gestern war Frühlingsanfang und ein strahlend schöner Tag präsentierte sich den wintermüden Gärtnern. Es war kalt, nur 6 Grad in der Sonne, aber trotzdem. Heute – das glatte Gegenteil: ein Grad, und dicke Schneeflocken, die auf dem kalten Boden liegenbleiben.
Gartenarbeit? Nicht heute. Und auch nicht morgen. Es bleibt kalt, ungemütlich und wenig frühlingshaft.

Der erste Schnee

Meine kleine Fichte
Meine kleine Fichte
Pünktlich zum ersten Dezember war auch der erste Schnee da. Ungefähr 2 cm, und er blieb liegen. Das ist für den eher warmen Südwesten der Republik ungewöhnlich. Auf den Straßen brach das übliche morgendliche Chaos aus, verschärft durch querstehende PKW und LKW, die an den Steigungsstrecken nicht weiterkommen.

Meine kleine Fichte, die ich als Sämling herangezogen habe, schmückt sich mit der weißen Pracht.
Ich fürchte nur, das Ganze hält sich nicht mehr lange. Die Temperaturen sind auf oberhalb des Gefrierpunkt es gestiegen und es taut heftig.
Die kleine Fichte muss sich dann mit einer Lichterkette begnügen.

Der Herbst ist da

Herbststimmung
Herbst im Wald
Der Herbst ist mit all seinen schönen und weniger schönen Seiten endgültig angekommen. Die Astern und Dalien bühen immer noch mit ihren leuchtenden Farben, das Laub der Bäume hat sich gelb-rot gefärbt, der Morgennebel hebt sich nur sehr zögerlich. Im Garten zeigt der Feuerdorn seine knallgelben Früchte.
Aber ist wird auch nicht mehr richtig hell, die Sonne, wenn sie denn mal durchkommt, hat ihre Kraft verloren, es wird früh dunkel, der Regen zermatscht das Laub und es wird deutlich kälter. Die Wintermäntel werden ausgemottet und langsam mussen auch die Mediterranen Pflanzen ins Winterquartier. Aber das hat noch ein bisschen Zeit. Ein wenig Frost können die ja vertragen.

Hortensien überwintern

Bauernhortensien im Herbst
Eigentlich ist das ja kein Problem, einfach in Ruhe lassen, dann wird das schon. Hortensien sind ja winterhart. Das stimmt, aber nur bedingt. Viele Hortensien sind in der Tat winterhart, z.B. Bauernhortensien, Ballhortensien, Japanhortensien und vor allem Rispenhortensien, wobei die Ballhortensien und die Rispenhortensien auch richtig tiefe Temperaturen aushalten.
Bei Gartenbista gibt es noch mehr Infos.
Natürlich kommt es dabei an, in welchem Gebiet der Garten liegt, im milden Klima im Südwesten der Republik sind fast alle Hortensien winterhart. Aber auch da muss man manchmal ein paar Vorsichtsmaßnahmen treffen. Probleme im Winter machen vor allem die Sorten, die viel Sonne brauchen. Und natürlich alle, die im Kübel wachsen. Aber auch mein Hortensienhochstämmchen, das zusätzlich noch im Kübel wächst. Und im Frühjahr machen die Vorgezogenen aus den Gartencentern Probleme, die man nicht so einfach ins Freie stellen kann.

Kübelhortensien überwintern

Ganz wichtig: ab dem Herbst nicht mehr düngen.
Auch nicht, um die Blaufärbung der Pflanze zu erhalten. Spätes Düngen führt zu erneutem austreiben. Diese Triebe können aber nicht mehr richtig ausreifen und sterben beim ersten Frost schon ab und oft werden dann auch ältere Triebe in Mitleidenschaft gezogen.

Richtig gießen:

Tellerhortensie
Tellerhortensie als Hochstamm
Hortensien mögen weder Staunässe noch Trockenheit. Das gilt natürlich für das ganze Jahr, ist aber im Herbst besonders wichtig. Also, Giessen je nach Witterung

Kübelgröße:

Zu kleine Kübel können die Hortensie nicht richtig vor dem Frost schützen. Entweder spendiert man die Hortensie ein größeres Gefäß oder man überwintert sie doch besser im Haus.
Den Kübel stellt man dann auf eine isolierende Platte (z.B. Styopor, ein dickes Holzbrett ….) Den Kübel selbst kann man mit Luftpolsterfolie umwickeln (aber Achtung: nicht die Pflanze), oder / und mit einer dicken Kokosmatte. Die Pflanze selber bekommt dann einen Jutesack übergestülpt. In kalten Gegenden kann man den Wurzelballen noch mit Laub, Nadelzweigen oder ähnlichem schützen. Dann wird alles an einen schattigen, windgeschützten, regengeschützten Platz an der Hauswand gestellt. An regengeschützten Plätzen muss die Hortensie auch im Winter gelegentlich gegossen werden, die Wurzeln dürfen nicht austrocken. Wenn die Hortensie Regen abbekommt, muss man darauf achten, dass sie nicht unter Staunässe leidet.

Rispenhortensie
Rispenhortensie „Limelight“
In sehr kalten Regionen sollten die Kübelhortensien doch lieber im Haus überwintert werden. Optimal ist nicht das Wohnzimmer, sondern ein Kalthaus, ein unbeheiztes Gewächshaus, das aber vor allem ab Februar gegen die Wintersonne schattiert werden muss.
Grundsätzlich ist auch eine dunkle Überwinterung möglich, aber dann sollten die Temperaturen möglichst nicht über fünf Grad liegen, damit die Hortensien ihren Stoffwechsel weitgehend einstellen. Eine helle, warme Überwinterung ist zwar auch möglich, aber nicht optimal – Hortensien werden erfahrungsgemäß leicht von Schildläusen befallen. Zudem hemmt die fehlende Ruhezeit die Bildung neuer Blütenknospen.

Ein Rückschnitt der erfrorenen oder abgestorbenen alten Blütentriebe erfolgt erst im Frühjahr, wenn die tiefen Fröste vorbei sind. Remontierende Sorten kann man wie Stauden bis etwa eine Handbreit über dem Boden kürzen.

Winterschutz für Freiland-Hortensien

In wintermilden Regionen brauchen ältere, in den Garten ausgepflanzte Bauern- und Teller-Hortensien in der Regel keinen Winterschutz – sofern sie einen artgerechten Standort im Halbschatten auf humusreichem Böden haben. In kälteren Klimazonen sollten die Sträucher aber im Spätherbst mit einer dicken, mit Tannenzweigen abgedeckten Laubschicht gemulcht werden. Zusätzlich kann man bei anhaltenden strengen Frösten die Kronen vorübergehend mit Wintervlies abdecken. Manche Sorten der Bauern-Hortensien und Teller-Hortensien remontieren nicht, deshalb fällt nach starken Frostschäden oft für ein Jahr die Blüte aus. Bei neu gepflanzten Hortensien, die noch keinen Winter im Freiland durchgestanden haben, ist ein Winterschutz grundsätzlich empfehlenswert.

Frostharte Hortensien

Die größte Frosthärte zeigen Rispen-Hortensien (Hydrangea paniculata) und Ball-Hortensien (Hydrangea arborescens). Sie kommen ohne jeglichen Winterschutz aus. Da diese Arten ihre Blütenknospen erst an den neu gebildeten Trieben anlegen, werden die alten Blütentriebe im Frühjahr stark zurückgeschnitten und dabei auch gleich etwaige Frostschäden entfernt.

Es wird Herbst

Verblühte Astilbe
Verblühte Astilbe
Die Stauden sind so langsam verblüht. Die Frage ist, was ist mit den Samenständen? Soll man sie entfernen oder lieber doch nicht?
Ich lasse die halbwegs noch gut aussehenden Pflanzen stehen mit ihren Samenständen. Manche sehen im Spätherbst und Winter mit einer weissen Schicht von Reif, Eis oder sogar Schnee richtig gut aus. Außerdem ernähren die Samen unsere einheimischen Vögel, die in den aufgeräumten Gärten schwer Nahrung finden.
Der Rückschnitt erfolgt dann erst im Frühjahr.
Besonders wertvoll sind die Samenstände von Herbstaster, Edeldistel, Ballonblume und Strandflieder. Aber, so einfach ist es dann doch nicht.
Manche Stauden samen sich sehr stark aus und beeinträchtigen dann im Frühjahr und später das Wachstum aller Gewächse um sie herum. Entfernen sollte man die Samenstände von Goldrute, Lupinen, Akelei, Rittersporn, Königskerze, Flammenblume Phlox, und Staudenglockenblume. Das sollte man so schnell wie möglich, direkt nach der Blüte tun, damit die Samen gar nicht erst ausreifen können.

Endlich

Das Frühjahr ist da. Nach dem kalten April bringt der Mai Wärme und vor allem auch Regen. Und innerhalb weniger Tage scheint die Natur zu explodieren. Die Rosen haben dicke Knospen, die Zwiebelblüher ziehen ihre Blätter ein, die Nelken haben erste Blüten. Ich kann gar nicht alles aufzählen. Aber der Rasen muss gemäht werden, mindestens einmal pro Woche, eine Arbeit, die mir so gar keinen Spaß macht. Vielleicht möchte das ja jemand für mich übernehmen?

Der Mai beginnt kalt

Ja, nachdem der frühe Frühling fast schon sommerlich warm war, ist es jetzt seit drei Wochen wieder kalt. Die Wintersachen können noch immer nicht weggepackt werden, die späten Frühlingsblüher regen sich nicht, mein Flieder lässt die Knospen noch ganz fest zu.
Ein Gutes hat die Kälte aber doch: Tulpen und Primeln blühen immer noch, die Primeln bereits seit Anfang März. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht.