Kaffeesatz im Garten

Ohne meinen Morgenkaffee geht gar nichts. Aber was macht man mit dem Kaffeesatz? Meine Oma pflegte damit ihre Geranien und sie hatte immer die Schönsten in der Strasse. Mein Opa benutze den Kaffeesatz in seinem Kleingarten, allerdings kann ich mich leider nicht erinnern, welche Pflanzen er damit versorgte. Aber das Kaffeesatz, Garten und Pflanzen irgendwie zusammengehören, weiss ich seit frühester Jugend.

Kaffeesatz als Dünger

Kaffeesatz
aus meiner Kaffeemaschine

Jeder Deutsche trinkt im Schnitt 162 Liter Kaffee im Jahr, sagt Tante Google und was nach der Zubreitung übrig bleibt ist der Kaffeesatz. Und den kann bzw.sollte man nutzen, vor allem wenn man einen Garten, einen Balkon oder nur ein paar Topfpflanzen hat.

Inhaltsstoffe von Kaffeesatz

Außer Stickstoff (ca. 2%), Phosphor (ca. 0,4%) und Kalium (ca. 0,8%) enthält Kaffeesatz auch noch Gerbsäuren, Antioxidantien und Spuren von Koffein. Kaffeesatz ist leicht sauer (Ph-Wert ca. 6,5) und eignet sich natürlich deshalb besonders gut für Pflanzen, die saure Böden bevorzugen, so zum Beispiel für Zitrusgewächse, Rhododrendron, Hortensien und natürlich die Geranien meiner Oma.

Vorteile von Kaffeesatz als Dünger

Einer der größten Vorteile von Kaffeesatz als Dünger ist, dass er wohl in den meisten Haushalten anfällt und man sich die Kosten für Dünger spart. Regenwürmer lieben Kaffeesatz und lockern zum Dank den Gartenboden auf und machen ihn schön krümelig. Ihre Verwandten, die Kompostwürmer vermehren sich besonders gerne in Filtertüten und zersetzen so den Kompost besonders schnell.
Angeblich meiden Schnecken und Ameisen den Kaffesatz, aber meiner Beobachtung nach überwinden hungrige Schnecken auch ganze Gebirge von Kaffeesatz locker, um an ihre Fressgründe zu gelangen. Und auch dass Blattläuse sich von Kaffeesatz abschrecken lassen, kann ich nicht nachvollziehen. Aber ich lasse mich gerne belehren.

Wer profitiert besonders?

Kaffeesatz sollte vor der Verwendung immer getrocknet werden, damit er nicht schimmelt. Danach kann man ihn in die Erde leicht einarbeiten, so kann er besser zersetzt werden und die Nährstoffe dort freisetzen, wo sie gebraucht werden. Aber nicht übertreiben.

Im Garten kann man bis zu vier Mal im Jahr mit Kaffeesatz düngen, aber Überdüngen ist eigentlich kaum möglich, lediglich der Ph-Wert kann sich ändern. Ausserhalb der Düngezeit im Herbst und Winter gibt man den Kaffesatz einfach auf den Kompost zur Freude der Kompostwürmer. Man kann den getrockneten Kaffeesatz aber auch einfach mit Blumenerde mischen. Ca. 30gr Kaffeesatz kommen auf 10l Blumenerde. Aber so ganz genau muss man es meiner Erfahrung nach nicht nehmen.

Kaffeesatz als Dünger für Orchideen

Phalaenopsis
Phalaenopsis, die Schmetterlingsorchidee

Orchideen (Orchidaceae) profitieren von Kaffeesatz als Dünger – ausgenommen Orchideen, die in Hydrokultur wachsen. Der Kaffeesatz wird ganz einfach auf der Oberfläche der Erde verteilt und die Orchidee wird ganz normal gegossen. Aber Vorsicht, Orchideen sind einpfindlich. Am besten probiert man es mit einer kleinen Menge und schaut mal, was sich so tut.

Kaffeesatz als Dünger für Rosen

Rosen gehören zu den Starkzehrern. Sie vertragen einmal im Monat eine halbe Tasse Kaffeesatz, der leicht in die Erde um die Rose eingearbeitet wird. Aber nur während der Düngezeit. Nach Ende Juni dürfen Rosen nur noch in Ausnahmen gedüngt werden.

Kaffeesatz als Dünger für Hortensien

blaue Hortensie
blaue Hortensie im Sommer

Hortensien (Hydrangea) bevorzugen einen sauren Boden und Kaffeesatz ist leicht sauer. Und er enthält iele Mineralstoffe und unterstützt die Hortensien optimal in ihrem Wachstum und ist als Ergänzung zum normalen Hortensiendünger gut geeignet.

Kaffeesatz als Dünger für Tomaten

Auch Tomaten können mit Kaffeesatz gedüngt werden, aber das ist nicht ausreichend. Tomatendünger oder guter Kompost muss unbedingt dazukommen, damit die Tomaten nicht verhungern.

Sonstiges

Auch im Haushalt kann man Kaffeesatz nutzen, z.B. als Scheuermittel für verschmutzte Grills und Töpfe, als Haarkur, als Peeling usw. Aber immer gilt, die Dosis macht es. Nicht übertreiben.

Mulchen ist genial

Laub
Laub als natürliche Mulchschicht
Der trockene Sommer hat dazu geführt, dass meine Gärtnerfreunde und ich uns zunehmend Gedanken um Bewässerung machen. Leitungswasser ist teuer, bei 5-monatiger Trockenheit (ohne jeden Gewitterguss) nützen auch Regentonnen nicht viel, auch nicht wenn sie ziemlich groß sind. Eine Zisterne ist teuer und passt auch nicht in jeden Garten. Was tun? Natürlich kann man den Garten auf trockenheitsliebende Gewächse umstellen. Aber die liebgewordenen Hortensien einfach entsorgen, bringe ich nicht über das Herz. Meine Anwort heisst mulchen. Und zwar konsequent.

Was ist „Mulchen“?

Unter „Mulchen“ versteht man eine Bedeckung des Bodens mit leicht verrottbaren organischen Materialien, also mit Grünschnitt, Rindenmulch, Pappe usw. Die Gartencenter bieten vor allem Rindenmulch in allen möglichen Varianten und Farben an.

Rindenmulch

Rindenmulch stammt im allgemeinen aus dem Sägewerk, wo die Rinde der angelieferten Bäume abgeschält wird. Allerdings gibt es keine gesetzliche Regelung, woraus Rindenmulch bestehen muss. Er muss nicht einmal aus Rinde bestehen, der Inhalt muss nur aus Pflanzen bestehen.

Vorteile des Rindenmulch

Um seine Vorteile zu entwickeln muss der Mulch etwa 5 – 7 cm hoch aufgetragen werden. Weniger zeigt auch weniger Wirkung, mehr produziert Schimmel.
Wenn der Mulch dick genug aufgetragen wird, kann er unerwünschte Beikräuter verhindern, da die Wurzeln von Flugsamen (Löwenzahn und ähnliche) den darunterliegenden Boden nicht erreichen können. Sie Samen können den Boden einfach nicht schnell genug erreichen und sterben dann ab. Einige Unkrautsamen schaffen es aber trotzdem, die lassen sich aber im lockeren Mulch sehr einfach entfernen. Gut für den faulen Gärtner.

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Der Mulch schützt den darunterliegenden Boden vor Austrocknung und das ist in Zeiten heisser Sommer besonders wichtig, denn so spart man Wasser und zwar nicht unerheblich. Auch die Bodenerosion durch Starkregen wird verhindert.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich der Mulch kontinuierlich zersetzt und sich dadurch von allein kompostiert. Mit Hilfe der Bodenlebewesen verwandelt sich der Mulch in natürlichen Dünger. Aber: Rindenmulch entzieht dem Boden beim Verrottungsvorgang Stickstoff. Deshalb sollte man vorher Hornspäne in den Boden einbringen.

Nachteile

Ein Problem ist Cadmium, das in Rindenmulch enthalten sein kann. Cadmium ist im Gestein und in Böden natürlicherweise vorhanden, aber in gebundener Form. Durch die Versauerung der Waldböden – wird das fest gebundene Cadmium aus dem Gestein gelöst und die Pflanzen nehmen das Cadmium über die Wurzeln auf und lagern es in der Rinde ein.
Ein weiterer Nachteil beim Mulchen ist auch, dass die Nacktschnecken den oft feuchten Mulch als Versteck bei Hitze nutzen und sich dort freudig vermehren. Zu beachten gilt auch, dass Mulch den Boden düngt und wenn im Frühjahr viel zusätzlicher Dünger ausgebracht wird, werden die Boden zunehmend überdüngt.

Wann wird gemulcht?

Mulchen kann man eigentlich immer. Aber wenn alles zurückgeschnitten ist, lässt sich der Mulch am besten ausbringen. Ich selber mulche im Herbst mit Laub und im Frühjahr mit dem ersten Rasenschnitt.

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Womit kann man mulchen?

Rasenschnitt ist stickstoffhaltig sollte vor dem Mulchen ein bisschen trocknen, damit die Mulchschicht nicht fault. Allerdings kann er auch unerwünschte Samen einhalten.
Kompost ist ebenfalls stickstoffhaltig, aber reifer Kompost ist kein Mulch mehr, sondern fertiger Humus.
Stroh und Laub sind beide kohlenstoffhaltig und sollten pur nur für Sträucher und Bäume eingesetzt werden. Stroh wird für Erdbeerbeete eingesetzt, um das Faulen de Früchte zu verhindern.
Rindenmulch ist kohlenstoffhaltig und sollte gut abgelagert sein.
Gehäckseltes Holz zersetzt sich schwer und ist deshalb am besten als Dauermulch unter Hecken und Sträuchern geeignet.
Natürlich kann man alles miteinander mischen und gute Ergebnisse erzielen.

Fazit

Mulchen bringt viele Vorteile. Es unterdrückt Unkraut und erleichtert die Gartenpflege. Es hält den Boden feucht und spart Wasser. Es verwittert schneller oder langsamer, verbessert aber den Boden.

Gründüngen im Herbst

Was ist eigentlich Gründüngung?

Ringelblume
Ringelblume – Calendula officinalis
Unter Gründüngung versteht man eine Bodenverbesserungsmaßnahme, die den Boden im Herbst und im Winter vor Auswaschung und Verschlämmung schützt. Dabei werden bestimmte Pflanzen ausgesät und später in den Boden eingearbeitet.

Warum Gründüngung

Die Landwirtschaft nutzt die Gründüngung schon seit langem, denn nackte Böden kommen auch in der Natur nicht vor. Auch Hobbygärtner wie wir können das für den Garten nutzen, die Pflanzen im nächsten Jahr werden es uns danken. Gründüngung schützt den Boden vor Erosion und hält den Humus fest. Der Boden wird gelockert, weil die Wurzeln der Gründüngungspflanzen in tiefere Bodenschichten vordringen und auch dort den Boden lockern. Dadurch wird das Bodenleben gefördert und so wird die Bodenfruchtbarkeit erhöht. Die Gründüngerpflanzen bieten Futter für meine lieben Regenwürmer, die mich dann zum Dank mit Wurmkompost versorgen und einem schönen krümeligen Gartenboden und manche können sogar schädliche Nematoden bekämpfen.

Welche Gründüngerpflanzen gibt es?

Nicht alle sind für den Hobbygärten geeignet, aber die wichtigsten für Garten und Balkon sind Bitterlupinen, Ringelblume, Sonnenblume, Bienenfreund, Borretsch, Tagetes und Feldsalat.

Die Erde unter Gehölzen und Bäumen wird am besten durch Flachwurzler geschützt, wozu vor allem der Bienenfreund (Phacelia) gehört. Ab August wird dicht ausgesät und wenn im Winter der Gründünger erfriert, kann man die Reste als Mulch einfach liegenlassen und im Frühjahr dann einharken.

Phacelia
Phacelia, der Bienenfreund
Der Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia) ist besonders für den Garten geeignet, denn er unterdrückt Wildkräuter, sammelt Nitrat, besitzt als Flachwurzler viele kleine feine Wurzeln, wächst sehr schnell und überträgt überhaupt keine Krankheit, was im Garten mit seinen vielen Mischkulturen besonders wichtig ist. Besonders günstig ist er auch als Nachfolger bei Erbsen und Bohnen gegen deren Krankheiten, gedeiht auch im Schatten und ist dabei auch noch eine prima Bienen- und Insektenweide.

Auch Bitterlupinen machen sich im Garten gut. Sie können Stickstoff aus der Luft binden und so den Boden mit diesem wichtigen Pflanzennährstoff anreichern. Als Tiefwurzler lockern sie den Boden und durch ihre schnelle Entwicklung wird Unkrautwachstum gehemmt. Die blauen Blüten werden zudem gerne von Insekten besucht. Der große Vorteil von Lupinen liegt darin, dass die Pflanze winterhart ist und auch noch spät im Jahr ausgesät werden kann. Die Wurzeln können im Boden bleiben, das Laub wird abgeschnitten und eingearbeitet.

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Die Ringelblume (Calendula officinalis) ist nicht nur hübsch, sondern bekämpft auch Nematoden und macht die Erde schön feinkrümelig. Sie samt sich selber aus, wird aber nie aufdringlich.
Sonnenblumen (Helianthus annuus) lockern als Tiefwurzler den Boden sehr tief auf, wachsen schnell, bilden viel Grünmasse und sind bei Bienen und Vögeln äußerst beliebt. Nematoden finden keine Nahrung und werden dadurch vermindert. Allerdings gibt es ein paar Einschränkungen: Vorteilhaft vor Erbsen, Kartoffeln und nach Erdbeeren und Kohl. Nicht vor Gurken, Paprika, Salat, Sellerie, Tomaten.

Tagetes
Die Studentenblume – Tagetes
Die Studentenblume (Tagetes) bekämpft Nematoden sehr gut und wirkt auch gegen die Bodenmüdigkeit bei Rosen. Leider wird die Studentenblume auch von den Nacktschnecken sehr geschätzt, sie eignet sich deshalb nicht für feuchte Böden.
In meinem Hochbeet wächst vor allem Feldsalat (Valerianella locusta), denn der ist nicht nur ein ausgezeichneter Gründünger, sondern auch einer meiner liebsten Wintersalate. Er verträgt sich als Nachkultur mit fast (nur nach Kohl mag er nicht stehen) jedem Gemüse, hinterlässt einen wunderbar feinkrümeligen Boden. Er braucht nach der Aussaat drei Wochen lang Feuchtigkeit und danach kommt er mit jedem Wetter zurecht.
Auch der Borretsch (Borago officinalis) kann den Boden tief durchwurzeln und ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch eine ausgezeichnete Bienenweide.

Vermehren

Hortensien liegen im Trend. Und das hat gute Gründe, denn sie sind weitgehend Krankheitsfrei, sie werden ebenfalls weitgehend von Schädlingen verschont, gedeihen in der Sonne wie im Schatten und sind weitgehend winterhart.
Ausserdem bilden sie riesige Blüten in vielen Farben, die sich lange in der Vase halten und sogar noch in verblühten Zustand attraktiv aussehen. Das einzige, dass man nicht vergessen darf ist, der Hortensie ordentlich Wasser zu geben.

Leider sind Hortensien vergleichsweise teuer, vor allem wenn man seltenere Farben oder Blütenformen für den Garten haben möchte.

Hortensien aus Samen heranzuziehen ist aufwändig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Ich habe mich bis jetzt immer dagegen entschieden, denn die Samenkapseln alleine sind schwer aufzufinden und bis die ersten Keimblätter erscheinen, vergeht schon mal ein Jahr. Dazu kommt, dass viele Züchtungen unfruchtbar sind.

Hortensiensteckling
Hortensiensteckling mit Wurzel

Ich habe mich bis jetzt immer für Stecklingsvermehrung entschieden, wenn ich eine bestimmte Hortensie vermehren wollte.

Steckling schneiden

Im Frühjahr (Mai/Juni) schneidet man den Steckling von einem einjährigen Trieb, der keine Blüte ausbildet.
Die Schere bzw. das Messer sollte sauber sein, damit keine Krankheitserreger eindringen können.
Der Schnitt sollte ungefähr 4 cm unter einem Auge / einem Blattpaar sein.
Das Blattpaar oberhalb des Schnittes muss enfernt werden. Die anderen Blätter werden auf die Hälfte eingekürzt. Das oberste Blattpaar muss aus jeden Fall stehenbleiben.
Um aus einem Trieb mehrere Stecklinge zu gewinnen, lässt man nur das Blattpaar oberhalb des entfernten Blattpaares stehen, kürzt es ein, macht dann wieder einen Schnitt, entfernt das darüberliegende Blattpaar, lässt das nächste stehen, kürzt es ein usw.

Als nächstes füllt man ein Gefäss mit Anzuchterde, taucht den Steckling in ein Bewurzelungshormon und steckt ihn dann in die Erde, wobei die Blätter nicht mit der Erde in Berührung kommen dürfen (Schimmelgefahr!). Leicht andrücken und vorsichtig angiessen.

Hortensiensteckling
Hortensiensteckling im ausrangierten Senfglas

Alternativ stellt man den Steckling in ein Glas mit frischem Wasser und wartet, bis die Wurzeln erscheinen und topft ihn anschliessend in Anzuchterde.

Anschliessend wird der getopfte Steckling in ein Kleingewächshaus umgesidelt (Plastikschalten mit Deckel, in denen u.a. Trauben verkauft werden) eigenen sich prima dafür und warm gestellt, aber nicht der direkten Sonne ausgesetzt. Wenn der Steckling dann groß genug ist, wird er umgetopft, aber noch nicht in den Garten gepflanzt. Den ersten Winter sollte er im Haus verbringen.

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Farbenspiel

Rispenhortensie 'Pinky Winky'
Rispenhortensie ‚Pinky Winky‘

Die Blütenfarbe der Hortensien ist ein spannendes Thema für Hobbygärtner. Nicht nur beim Wechsel der Jahreszeiten, sondern auch durch eine Veränderung des pH-Werts des Bodens und eventuelle Gaben von Hortensienblau verändert die Hortensie ihre Farbe. Dadurch lassen sich interessante Farbakzente im Blumenbeet setzen und die Hortensie passt sich wie kaum ein Blütenstrauch der farblichen Gestaltung des Gartens an.
Der Boden ist verantwortlich für das Farbenspiel.
Natürlich ist es einfacher, die Farben von eingetopften Hortensien zu beeinflussen, aber auch ausgepflanzt im Garten ist das möglich, es dauert nur länger.
Aber es gibt Grenzen:
Weisse Hortensien können nicht rosa oder blau werden, das gilt aber nur eingeschränkt, denn ab August/September können weisse Hortensien durchaus die Farbe wechseln, zu rot, rosa, oder sogar grün und alle Zwischenschattierungen. Vieles ist nicht nur abhängig von der Bodenbeschaffenheit, sondern auch vom Wetter, der Gesundkeit der Hortensie, und natürlich vom Erbgut.

Blaue Blütenfarbe

blaue Hortensie
blaue Hortensie im Sommer
Die begehrteste Blütenfarbe bei Hortensien ist ein tiefes Blau oder sattes Lila. Damit sich die Tönung der ursprünglich rosa Blüten zu Blau hin verfärbt muss der pH-Wert des Substrats im sauren Bereich ( d.H. ein pH-Wert unterhalb von 6.0)liegen. Gleichzeitig muss genügend Aluminium in der Erde vorhanden sein. Und das erreicht man so: Kompost oder Torf (wobei letzterer aus ökologischen Gründen vermieden werden sollte),Hortensien- oder Rhododendron-Erde, ausgereifter Mist, Schwefeldüngung, Essigwasser. Dabei den pH- Gehalt der Erde beobachten. Wenn die Erde einen pH-Wert von 5,2 bis 5,5 aufweist, kann Hortensienblau oder Aluminiumsulfat ausgebracht werden. Auch dieser Wert muss regelmäßig überprüft werden. Hortensienblau darf nur in der auf der Packung angegebenen Menge verwendet werden.
Ein pH-Wert oberhalb von 7.0 wird die Hortensienblüte rosa, pink und rot färben. Dazwischen (pH-Werte zwischen 6.0 und 7.0) können blaue und rosa Blüte an einer Pflanze auftreten, wobei die Betonung auf „können“ liegt.
blaue Hortensie
blaue Hortensie im Herbst
Niedrige pH-Werte erreicht man durch Kalken des Bodens.
Trotz allem werden auch blaue Hortensien im Herbst oder bei großer Hitze verblassen, aber – und das macht den Reiz dieser Pflanzen aus – bleiben sie dabei höchst attraktiv.

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Bienenpflanzen für den Herbst

Schönfrucht
Die Schönfrucht (noch im Topf)
Unsere Insekten sind bedroht, liest man mittlerweile überall. Und das stimmt auch. Die Älteren unter euch werden sich erinnern, wie die Autoscheiben mach einer Fahrt auf der Autobahn früher aussahen. Und jetzt? Gut blitzbank sind sie nicht, aber ein Stop nach 100 km Fahrt an der nächsten Tankstelle, um die Scheiben zu reinigen ist auch nicht mehr nötig. Unter den Insekten, die am meisten leiden, sind die Bienen, vor allem die Wildbienen. Und denen können Gartenbesitzer auf verschiedene Weise helfen, am wirkungsvollsten durch den Anbau von bienenfreundlichen Pflanzen.
Auch jetzt noch kann man in den Gartencentern Bienenpflanzen für den Herbst finden, Vorgezogene sowie welche zum Aussäen.

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  1. Astern, sie sollten eigentlich in keinem Garten fehlen, sie sind pflegeleicht, blühen in verschiedenen rot, rosa und blau Tönen und in weiss und Bienen fliegen einfach auf sie.
  2. Besenheide (Sommerheide), man könnte sie auch Bienenweide nennen. Aus ihr wird der leckere Heidehonig gewonnwn.
  3. Bienenfreund (Phacelia), der Name ist Programm. Bienenfreund blüht lange und nach der Blüte kann er einfach in die Erde eingearbeitet werden und dient als Bodenverbesserer.
  4. Borretsch, die blauen attraktiven Blüten locken Bienen und Hummeln an und blühen bis zum Frost. Borretsch kann jetzt noch gesät werden.
  5. Dahlien, aber nur die ungefüllten Sorten. Leider werden die Dahlien bei mir zu oft Opfer der Nacktschnecken.
  6. Engelstrompete (Brugmansia), meine blüht leider noch nicht, sie ist zu jung, aber ihre Vorgängerin, die leider das Winterquartierr nicht überlebt hat, war ein echter Bienenmagnet.
  7. Fetthenne, sie ist nicht nur ein echter Hingucker, ihre Blüten sind im Herbst übersät mit den verschiedensten Bienenarten.
  8. Funkien (Hosta), bei mir im Garten wie auch die Dahlien wegen Schneckenfraß nicht möglich, aber die Blüten sind eine gute Bienenweide.
  9. Goldrute (Solidago virgaurea), pflegeleicht, spätblühend, Bienenmagnet
  10. Herbst-Anemone (Anemone hupehensis), eine attraktive spätblühende Anemone, die in verschiedenen Farben angeboten wird.
  11. Schönfrucht (Callicarpa giraldii), der Liebesperlenstrauch blüht von Juli bis September und wird gut besucht.
  12. Das Wandelröschen (Lantana camara) ist zwar keine einheimische Pflanze und bei uns auch nicht winterhart, aber es blüht bis in den September, manchmal auch bis in den Oktober hinein und zieht Bienen magisch an.

Lenzrosen – Helleborus Arten

Meine erste Schneerose
Gekauft habe ich sie als „Schneerose“. Sie sei eine Kreuzung zwischen Lenzrosen und Christrosen, so der Beipackzettel. Da die Christrose (Helleborus niger) eng mit der Lenzrose (Helleborus orientalis) verwandt ist, ist das schon möglich. Auf jeden Fall blühen meine Exemplare etwas später als die Christrosen, haben aber aufrecht stehende Blüten, ein Kennzeichen der weissblühenden Christrose. Die Blüten der Lenzrose hingegen hängen eher nach unten. Mittlerweise werden auch andere Helleborusarten immer wieder eingekreuzt, (so z.B. der korsische Helleborus argutifolius und Helleborus lividus, der auf den Balearen heimisch ist), um die Robustheit und Krankheitsresistenz der Pflanze zu erhöhen.
Erstaunlich ist, dass man die Helleborus Arten nicht so häufig in unseren Gärten sieht. Nur die Christrose ist anzutreffen. Dabei sind alle Helleborus Arten pflegeleicht, immergrün und völlig winterhart, nur Staunässe mögen sie nicht. Das Schöne an ihnen ist, dass sie uns uns mit ihre Blüten erfreuen, wenn alles andere noch im Winterschlaf liegt. Einige Sorten beginnen bereits im November zu blühen trotz Kälte und Schnee. Andere Sorten beginnen im Spätwinter zu blühen und halten ihre Blüten bis weit ins Frühjahr.
Schneerose

Christrosen, Schneerosen und Lenzrosen sind einige der Namen unter der die Arten der Helleborus bekannt sind, der Volksmund kennt weitere wie Nieswurz, Orakelblume und Teufelskraut. Letzteres zeigt, dass Helleborus im Hexenglauben, aber auch in der Medizin eine Rolle spielte, denn alle Arten sind in allen Teilen giftig.

Vermehrt werden sie durch Teilung. aber auch durch Aussaat, wobei sich alle Arten miteinander kreuzen lassen. Wenn ein Standort dem Helleborus gefällt, samt er sich bereitwillig aus, so dass im Laufe der Zeit größere Horste entstehen.

Pflege brauchen alle Arten nur wenig. allerdings sollte man bei Kübelhaltung darauf achten, dass die Erde im Kübel nicht komplett durchfrieren kann. Alle Arten möchten weder verpflanzt werden noch mögen sie, dass der Boden umbegraben wird. Herbstlaub kann liegenbleiben und dient in Winter als Schutz. Ab und zu kann organisch (Hornspäne, Naturdünger) gedüngt werden.

Der Vorfrühling ist da

Narzissen
Vorfrühling in den Dünen
Die letzten Tage brachten den Frühling, milde 12 Grad, Sonne satt, ein wolkenloser Himmel, was will man mehr. Schade, dass alles schon wieder vorbei ist, aber ohne den Regen jetzt ist an den richtigen Frühling wohl nicht zu denken.
Die warmen Tage durfte ich im Urlaub an der Nordsee geniessen. Und damit auch die erwachende Natur. Traumhaft schön.

Jetzt hat mich der Alltag wieder und vor allem auch die Arbeit. Der geplante kleine Gartenteich muss ausgehoben werden. Kein Spaß im hiesigen Lehm-Ton-Gemisch. Ich „freue“ mich schon auf den Muskelkater. Der Rosenschnitt steht vor der Tür, meine Forsythie hängt voller Knospen, die nur auf ein, zwei warme Tage warten. Und die ersten Zwiebelblüher sind auch schon da, Krokusse, einige Tulpen, Narzissen und natürlich die Schneerosen.

in Haus und Garten

Was im Dezember aktuell ist:
» Gartenpflege im Dezember
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