November

01.11.2020
Das Wetter passt zum Tag, zur Stimmung. Grauer Himmel, heftiger Dauerregen, aufgeweichter Garten, matschige Waldwege, und noch mehr Rwgen. Trostlos.

05.11.2020
Der trostlose Beginn des Novembers war offenbar nur noch ein Nachklatsch des Oktobers. Jetzt zeigt sich das Wetter von seiner allerbesten Seite: ein strahlendblauer, wolkenloser Himmel mit Tagestemperaturen um 10 Grad. Aber nachts wird es kalt, zum Teil sogar frostig. Die Sommerpflanzen müssen dringend eingeräumt werden, die Calla, das Wandelröschen und alle, die gar keinen Frost vertragen. Der Rest kann noch – in eine frostfreie Ecke eingeräumt – bis Ende Dezember bleiben.

18.11.2020
Wirklich, der November ist so gar nicht nebelgrau, wenigstens meistens nicht. Auch heute ist der Himmel tiefblau mit strahlendem Sonnenschein, aber novembermäßig kalt. Der Garten ist matschig und die meisten Sommerblüher sind immer noch nicht eingeräumt, Schande über mich. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich leider beim Umsetzen einer Rose im Rosenbusch gelandet bin, was schon schmerzhaft war. Ich hatte versucht, die Rose mittels einer Grabegabel auszuhebeln. Nur war mein Exemplar von Grabegabel offenbar weder meinen Kräften, noch der Rosenwurzel gewachsen und brach in zwei Teile. Das sollte eigentlich wohl nicht vorkommen und ich habe dabei auch Glück gehabt, der Sturz hätte viel schlimmer ausgehen können. Aber deshalb habe ich eben weniger im Garten arbeiten können. Pech gehabt.

05. 10. 2020
Seit Beginn des Monats regnet es ununterbrochen. Offenbar holt die Natur jetzt alles nach, was sie im Sommer versäumt hat. Lansam kann ich daran denken, einige Rosen zu versetzen und auch einige kleine Umgestaltungen vorzunehmen. Der Boden ist jetzt wieder durchfeuchtet, die Regenwürmer arbeiten sich durch.

11.10.2020
Der Dauerregen der letzten Tage scheint vorbei zu sein, es gibt zwar immer noch Schauer, aber die Sonne lässt sich auch mal zwischendurch blicken. Dann geht es los mit der Gartenarbeit in der nächsten Woche.
26.10.2020
Der „goldene Oktober“ fällt dieses Jahr offenbar aus, statt dessen sind Grautöne und viel Regen angesagt. Meine Hoffnung auf eine späte Tomatenernte hat sich zerschlagen, die Tomaten waren zwar reif, aber geschmacklos, sehr wässrig und ausschliesslich die Samen sind noch zu etwas nutze.
Der Rasen ist wie schon anfangs des Jahres nur matschig und kaum zu betreten. Einen Trost bietet der Garten nicht, er passt zur trostlosen Stimmung. Corona ist zurück, aber Trost muss man sich anderswo suchen, der Garten fällt aus.

Laub

Laub als natürliche Mulchschicht

Waldspaziergänge sind noch eine Möglichkeit, aber nur dort, wo die Waldwege befestigt sind. Eigentlich müsste der Garten noch winterfest gemacht werden, aber jedes Mal, wenn meine Zeit es erlaubt, regnet es gerade heftig. Allerdings ist es noch warm und Schäden an frostempfindlichen Pflanzen sind noch nicht zu erwarten, das bleibt sicherlich noch nis zum Dezember so. Und wenn das so weiter geht, mache ich mir im Dezember eine Thermoskanne Glühwein und nehme sie mit in den Wald und geniesse meinen Glühwein zusammen mit dem Hund, er trinkt das Wasser, ich den Wein.

Insgesamt war der Oktober dieses Jahr besonders nass und die Sonne war tagelang nicht zu sehen. Und wenn sie doch einmal erschien, waren es nur wenige Minuten. Ein Oktober mit Novemberfeeling, passend zur Coronalage.

02.09.2020
Seit gestern haben wir hochoffiziell Herbst, denn gestern begann der meteologische Herbst, der astronomische Herbst beginnt erst mit der Tag- und Nachtgleiche, das ist dieses Jahr der 22. September. Und um das Ganze noch ein bisschen verwirrender zu machen, der phänologische Herbst (der Frühherbst) beginnt mit der Blüte der Herbstzeitlosen, der Reife von Holunder und Rosskastanie. Mein persönlicher Herbst beginnt mit der Veränderung der Morgenluft um den 17. August herum, und der Tatsache, dass das tägliche Giessen deutlich abnimmt.

Teichmolch

Teichmolch

Das Rätsel um die Kaulquappen in meinem Miniteich hat sich gelöst: es sind gar keine, sondern Teichmolche (Lissotriton vulgaris). Eine Nachfrage in einer Facebook Gruppe hat mir geholfen. Und jetzt muss ich mich darum kümmern, den kleinen Molchen auch das Leben ausserhalb vom Wasser angenehm zu machen. Der Teichmolch kann auch an Land leben und dort überwintern und dafür braucht er Verstecke zwischen Steinen, in Hecken und das hat er eigentlich in meinem Garten. Auf jeden Fall werde ich die Molche – es sind mindestens 5 Stück – weiter beobachten und sie, wenn möglich, fotografieren.

06.09.2020

Saemling

Sämling von Mr. G.F. Hemerik

Die ersten Samenkapseln meiner selbstgezogenen Pfingstrose haben sich geöffnet. Ob die Samen sortenecht sind, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ein Samenkorn werde ich mal setzen. Aber eine Garantie, ob sich daraus etwas entwickelt, gibt es nicht. Ich habe zwar genug, um ganze Beete mit Pfingstrosen zu füllen, aber leider keinen Platz dafür. Ein kleiner Garten bleibt einfach ein kleiner Garten.

10.09.2020
Ein paar Tropfen Regen gibt es heute vormittag. Aber, es ist besser als nichts. Alles scheint trotz der geringen Menge ein wenig durchzuatmen. Aber ab heute nachmittag wird schon wieder Trockenheit und zunehmend Sonne erwartet. Ich wünsche mir eine Woche lang Regen, einen schönen durchdringenden, nicht zu heftigen Landregen, der die abgesackten Wasserspeicher wieder auffüllt.

Jetzt ist die Zeit, um Samen für das nächste Jahr zu sammeln. Die historischen Tomaten, die ein Discounter meines Vertrauens im Frühjahr anbot, möchte ich zum Teil weitervermehren.Die Sorte Black Krim, die bei mir gar nicht schwarz wurde, schmeckt sehr gut. Die ist auf jeden Fall dabei. Und die Hellfrucht, die offenbar unregelmässiges Giessen, Trockenheit, zu engen Stand, alles locker wegsteckt und wunderschöne rote, ebenmässige, schmackhafte, kerngesunde Früchte liefert. Und natürlich die „gelbe Johannisbeere“, eine Wildtomate. die schon im 3. Jahr im Garten wächst und mit der ich jeden Tomatensalat ein wenig aufpeppe. Sie ist wie die Hellfrucht ebenfalls völlig unbeeindruckt von Wetterkapriolen, unregelmäßigem Giessen und allem, was man so falsch machen kann.

17.09.2020

Es ist immer noch zu trocken, zwar hat sich der Rasen ein wenig erholt durch den morgendlichen Tau, aber alles andere muss nach wie vor kräftig gegossen werden. Ich sammle weiter fleissig Saatgut, vor allem von den Tomaten, die dieses Jahr so reichlich wie nie Früchte tragen. Der trockene heisse Sommer und Herbst hat ihnen gut getan. Einige Stauden müsste ich teilen – die Monarde z.B. und auch die Astern, aber der Boden ist noch viel zu hart. Eigentlich wollte ich auch die Lavendelheide (Pieris japonica) umsetzen, sie steht viel zu sonnig, aber der Boden ist viel zu trocken. Aber Regen ist nicht in Sicht.

20.09.2020
Heute habe ich meine beiden Terrassenhochbeete neu bepflanzt mit Mausohrsalat, Endivien und Ruccola. Und ein paar Knoblauchzehen habe ich noch dazwischen gesteckt. Zum Vorbereiten der Hochbeete habe ich dann noch ein paar Küchenabfälle – Möhrenschalen, Gurkenschalen, Zucchinischalen, Nussschalen … – dazwischen geworfen und untergegraben. Und beim Untergraben tauchten dann die Engerlinge des Rosenkäfers auf, die jedes Jahr die Terrasse unsicher machen. Rosenkäfer sind völlig harmlos, das Gefährlichste an ihnen ist, dass sie offenbar schlecht fliegen können und gerne meinen Kopf ansteuern. Heute habe ich mal gefilmt, wie schnell sich die kleinen Kerle wieder einbuddeln.

Die Fingerhüte, die dieses Jahr überraschend aufgetaucht sind, haben fleissig Samen gestreut. Einige werde ich an geeignete Stellen im Garten umpflanzen, denn das Hochbeet ist kein geeigneter Standort.

04.08.2020

Die versprochene Gewitterfront hat uns nur gestreift und ein paar Regentropfen dagelassen. Der Boden ist immer noch knochentrocken und lässt sich nicht bearbeiten. Ich giesse und giesse und giesse und …

Kaulquappe im Teich

Kaulquappe im Teich

Der kleine Gartenteich bleibt richtig spannend. Die paar Kaulquappen, die ich gesichtet habe, sind immer noch da. Es gibt schwarze und graue, nur sie scheinen nicht zu wachsen. Ob ich mich geirrt habe und es sind gar keine Kaulquappen? Vielleicht sind es Fische, ober wie kommen die in den Teich? Fragen über Fragen. ich wünschte, ich könnte jemanden fragen, aber die meisten Menschen, die ich kenne, haben entweder keinen Teich oder sind stolze Koibesitzer.
Offenbar ist das Sehvermögen der kleinen Kaulquappen richtig gut. Das Fotografieren hat sie nicht gestört, aber als eine Mosaikjungfer über dem Teich kreiste, waren sie plötzlich alle abgetaucht.

07.08.2020
Die angekündigte Hitzewelle ist da, 31 Grad meldete das Thermometer gestern und es ist noch Raum nach oben. Dazu kommt die große Trockenheit. Sorgen machen mir mittlerweise die Hortensien, sie halten diese Temperaturen verbunden mit Trockenheit einfach nicht aus. Es macht leider keinen Sinn, sie an schattigere Plätze zu setzen, sie sind einfach zu groß, um sie umzusetzen. Und langsam denke ich, die Sommer bleiben so trocken und heiss. Ich bin ratlos, denn ich liebe Hortensien. Ich giesse und giesse, aber soviel Wasser, wie sie verbrauchen, kann ich gar nicht giessen.

18.08.2020

Dahlien

Kaktusdahlien

Die große Hitzewelle scheint vorbei zu sein, und es sind sogar ein paar Gewittertropfen vom Himmel gefallen, nur nicht genug, um die Tonne zu fpllen. Die Natur scheint aber dennoch aufzuatmen. Der Garten hat sich verändert, die Farben haben sich verändert. Alles scheint sich ins bräunliche zu drehen. Die Rosen beginnen ihre zweite Blüte, die Dahlien zeigen sich in voller Pracht und die ersten Tomaten (im Freiland) sind erntereif.

20.08.2020
Dahlien gelten als die Königinnen des Spätsommers. Ich habe lange einen Bogen um sie gemacht, weil sie in meinem Garten die Schneckenattacken nicht überleben konnten. Diese Jahr habe ich es anders gemacht. Ich habe die Knollen in große Töpfe gelegt und die Töpfe schneckensicher aufgstellt. Dann habe ich – solange das noch möglich war – ein Stück Rasen umgegraben und im Spätsommer die Dahlen dort hineingesetzt. Jetzt blühen sie und keine Schnecke hat sich blicken lasse. Entweder haben sie alle die Hitzewelle nicht überlebt oder Dahlien schmecken ihnen nur als Jungpflanzen. Im Herbst nach der Blüte buddele ich sie wieder aus, und im nächsten Jahr beginnt alles wieder von vorne – mit ein paar neuen Dahlienknollen.

24.08.2020
Es wird Herbst. Morgens ist der Rasen nass und die Temperatur sinkt unter 10 Grad. Tagsüber wird es natürlich wärmer, aber die Luft, die Düfte haben sich verändert. Dazu kommt auch, dass auf Grund der Trockenheit der letzten Monate die Bäume ihre Blätter bereits abwerfen. Aber Tatsache ist, der Sommer ist vorbei.

Die Tomatenernte ist in vollem Gang, die ersten waren die kleinen gelben Minitomaten, die ausgesprochen süß sind und dazu noch robust. Die nächsten waren eine Sorte mit Namen „Hellfrucht„, die ich dieses Jahr zum ersten Mal ausgesät habe. „Hellfrucht“ steht im Hochbeet, ist offenbar uneingeschränkt freilandtauglich, d.h. keine Spur von den üblichen Tomatenkrankheiten wie Blütenendfäule und Braunfäule. Und schmecken tut sie auch. ich werde sie weitervermehren.

31. 08. 2020
Jetzt ist der August auch schon zu Ende. Die letzten Tage haben ein wenig Regen gebracht und deutlich kühlere Temperaturen. Der Rasen erholt sich zunehmend und die geplante vorsichtige Erweiterung der Beete kann wohl in Angriff genommen werden. Dafür brauche ich aber noch mehr Regen, denn der Boden ist immer noch knüppelhart.
Dieser dritte zu trockene Sommer in Folge lässt mich jetzt ernsthaft über ein weiteres System zur Regenwasserspeicherung nachdenken. Die Tonne vor dem Haus reicht gerade noch für den Vorgarten, aber hinter dem Haus, wo der Hauptgarten liegt, sieht es trübe (sprich trocken) aus. Leider scheitert die Nutzung des Regenwassers immer daran, dass der Garten sehr ungünstig liegt und sich Regensammler nur mit riesigem Aufwand installieren lassen. ich hoffe, ich finde noch einen Weg bis zum nächsten Frühjahr.

Im Teich befinden sich immer noch ein paar Kaulquappen, die sich nicht in Frösche, Kröten oder was auch immer verwandeln wollen. Wie lange brauchen die denn bis zur Matamorphose? Oder gehen sie anschliessend direkt in den Winterschlaf?