Das Zimmeralpenveilchen (Cyclamen persicum)

Herkunft:

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ein rotes Zimmeralpenveilchen
ein rotes Zimmeralpenveilchen
Cyclamen persicum und die daraus hervorgegangenen Züchtungen, die landläufig Alpenveilchen genannt werden, sind weder mit den Veilchen verwandt noch stammen sie aus den Alpen. Sie sind Primelgewächse (Primulaceae) und haben trotz ihrer nicht ganz einfachen Pflege als Zimmerpflanze Bedeutung erlangt. Immer beliebter wird aber auch ihre Verwendung in Balkonkästen, Kübeln und Beeten. Sie vertragen Außentemperaturen bis 0º C – sind also nicht frosthart – und selbst Regenfälle machen ihnen relativ wenig zu schaffen. Am wohlsten fühlen sie sich jedoch an etwas regen- und windgeschützten Plätzen auf Terrasse oder Balkon.

Aussehen

Die Knolle ist rund und abgeflacht, die Blätter herzförmig auf bis zu 30 cm langen Stielen, die oft eine interessante Zeichnung besitzen. Der Rand kann glatt oder auch gewellt/gezahnt sein. Die zwischen Herbst und Frühjahr erscheinenden Blüten können alle Farbtöne zwischen weiß bis dunkelrosa-rot-violett haben. Die Blüten sind glatt, gefranst oder gewellt, manchmal duftend, auch Züchtungen, die nah an der Wildform sind, werden immer beliebter.

Gießen

Das Gießen ist nicht ganz einfach. Alpenveilchen benötigen während der Blüte ausreichende Wassergaben, wobei Staunässe aber vermieden muss. Auch die Knolle darf nicht nass werden. Am einfachsten ist folgendes: Der Pflanztopf wird in eine Schüssel oder einen Untersetzer gestellt, der mit abgestandenem Wasser (Zimmertemperatur) gefüllt ist. Nach ca. einer halben Stunde hat das Alpenveilchen genug Wasser aufgesaugt und man kann den Rest des Wassers entfernen. Abgeblühte Blüten und gelbe Blätter sind mit einer drehenden Bewegung aus der Knolle zu entfernen. Wenn man die Blätter abschneidet, bekommt die Knolle leicht Faulstellen.

Standort

ein rosa Zimmeralpenveilchen
ein rosa Zimmeralpenveilchen
Alpenveilchen brauchen eigentlich hohe Luftfeuchtigkeit, dürfen aber nicht mit Wasser bespüht werden. Deshalb ist das warme Wohnzimmer denkbar ungeeignet. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man den Topf auf feuchten Blähton stellen. Während der Vegetationszeit ist ein möglichst heller, kühler Standort ohne pralle Sonne optimal. Ideal sind ca. 15º C, wobei keine großen Temperaturschwankungen herrschen sollten. 20º C sollten keinesfalls überschritten werden.
Meine Großmutter hielt ihre mit Riesen Erfolg zwischen den Außenfenstern und den Innenfenstern an der Nord-Ostseite.

Düngen

Nur während der Wachstumsphase sollte etwa einmal alle 2 Wochen mit einem beliebigen Blühpflanzendünger, der nach Herstellervorschrift angesetzt wird, gedüngt werden.

Vermehrung

Durch Knollenteilung oder Aussaat. Aussaat kann jederzeit erfolgen in Aussaaterde. Cyclamen sind Dunkelkeimer, deren Saat ca. 0,5 cm mit Erde bedeckt wird. Keimung tritt nach drei bis sechs Wochen ein. Nach einem Vierteljahr in nicht zu große Töpfe pikieren, bei 18-20º C halten. Nach weiteren zwei Monaten in größere Töpfe setzen und bei 12-16º C weiterpflegen. Die Sämlinge blühen oft schon im ersten Jahr.

Krankheiten

Cyclamen können von Blattläusen, Weichhautmilben, Thripsen, Trauermückenlarven, Dickmaulrüsslern, Bakterienfäule, Cyclamenwelke, Grauschimmelfäule und Mehltau befallen werden. Aber meistens gehen die im Herbst gekauften nach der ersten Blüte ein, weil sie viel zu tief gepflanzt wurden und die nasse Erde die Knolle faulen lässt.

Übersommern

Alpenveilchen Nach der Blüte (ca. März) sollte man das Düngen ganz einstellen und die Wassergaben immer mehr reduzieren, wobei die Blätter durchaus vertrocknen können. Die Töpfe stellt man in einen kühlen und schattigen Raum. Wenn sich dann junge Blätter zeigen, nimmt man die Knollen aus den Töpfen, schüttelt die alte Erde aus den Wurzelballen und setzt sie in humusreiche Erde. Dabei sollen die Knollen zur Hälfte über der Erde stehen. Mit zunehmender Laubentfaltung wird immer mehr gegossen. Im Sommer müssen Alpenveilchen vor der Mittagssonne geschützt werden, ideal ist ein schattiger Platz im Garten oder im Keller. Im Herbst bringt man sie dann zurück in ein helles, kühles Zimmer.
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