Januar

02.01.2020
Nasskalt ist es heute, der Nebel will sich nicht heben. Aber ein richtiger Winter fühlt sich anders an. Die Temperaturen bewegen sich um den Gefrierpunkt herum, der Rasen sieht aus wie eine „Matschpampe“. Aber ich habe schon mal Pläne für die Aussaaten im Januar gemacht, denn die Samen aus meinem Aussaat Weihnachtskalender wollen gestreut werden.
Borretschsamen können schon jetzt ins Freiland, meine einzige Borretschpflanze des letzten Jahres wird sich zwar ein wenig verbreiten, aber zu wenig für meinen Geschmack. Ich nutze Borretsch zwar nicht in der Küche, aber als späte Bienenweide ist er unübertroffen. Dazu Dill, den ich sehr mag. Alles andere kann noch warten.

06.01.2020

credits to Open Cliparts

Heute ist Dreikönigstag und die Tage werden wieder länger. Dreikönigstag, das klingt nach Reichtum, nach Adel, nach Bibel, ist aber wohl nichts davon. Einen interessanten Überblick über die Legenden zum Dreikönigstag habe ich hier gefunden. Schon seit der Wintersonnenwende am 22. 12. des letzten Jahres werden die Tage wieder länger, aber anfänglich merkt man nichts davon. Aber heute trotz eines kalten, nebligen Tages scheint es heller als in den Tagen davor. Langsam wird es Zeit für die ersten Aussaaten am Fenster.

09.01.2020
Gerade bin ich aus dem Garten zurück und habe mich dort einmal umgesehen.Die ersten Zwiebelblüher sind zu sehen, d.h. die grünen Spitzen schauen aus der Erde hinaus. Die beiden kleinen Gartentümpel laufen fast über, kein Wunder bei diesem Dauerregen. Im Sommer bin ich wieder dankbar für Regen, aber jetzt ist es genug.
Und beim Entfernen der Hundehinterlassenschaften habe ich intensiv über einen entsprechenden Komposter nachgedacht. Da muss ich mich aber noch richtig schlau machen, denn ich habe keine Ahnung, wie gut ein solcher Kompost ist, ob Rückstände darin sind, wofür man ihn nutzen kann und darf, welche Inhaltsstoffe er hat usw. Es kann ja wohl nicht sein, dass überall Plastiktüten eingespart werden und Hundebesitzer mit genau diesen Plastiktüten hantieren und sie dann genau wie Einkaufstüten in den Müll werfen. Vielleicht meldet sich hier ja mal jemand, der Erfahrung mit Kotkompostern hat.
15.01.2020
Fast ein Frühlingstag, die Temperaturen lagen bei 9 Grad heute mittag und sind auch abends nur wenig gefallen – 5 Grad misst das Thermometer jetzt. Und sonnig war es, zu ersten Mal nach Wochen. Aber es bleibt nicht so. Die Sonne hat mich in den Garten gelockt, nur um mal nachzuschauen. Die Schneeglöckchen zeigen schon eine erste Knospe, die Lenzrosen ebenso. Aber die Rest sieht noch winterlich aus. Noch steht die Sonne nicht hoch genug, um den Schatten der Bäume im Nachbargarten zu vertreiben, aber im Februar ist es dann soweit.
21.01.20
Jetzt ist der Winter da, vorgestern habe ich in aller Eile Oleander, Zitruspflanzen und Rosmarin eingeräumt, damit sie nicht vom tiefen Frost überrascht werden. Die Zemperaturen gingen dann auch auf frostige – 4 zurück. Das hätten sie vielleicht noch gerade ausgehalten, aber ich wollte nichts riskieren. Tagsüber zeigt die Sonne schon deutlich mehr Kraft, aber bei sternenklarem Nachthimmel gehen die Temperaturen in den Keller. So langsam muss ich mich um die Gartengeräte kümmern, Scheren schleifen und ölen, den Rasenmäher inspizieren und vielleicht auch die Rasenmähermesser schleifen.
27.01.2020
Jetzt ist der Winter schon wieder vorbei, die Temperaturen, auch nachts fallen nicht mehr unter Null, es regnet so leise vor sich hin. Kurz gesagt, das mitteleuropäische Winterwetter ist wieder da. Gestern noch konnte ich mal den gefrorenen Rasen betreten und nach dem Rechten schauen. Ja, da tut sich was, die Zwiebelblüher haben ihre Blätter geschoben und an manchen Sträuchern sind dicke Knospen zu sehen. Und alles, was ich mit dem Begriff „unerwünschte Wildpflanzen“ beschreiben möchte, ist natürlich auch schon da. Solange ich keine Zeit habe, darf es bleiben, aber anschliessend geht es direkt auf den Kompost. Wenn das Wetter so bleibt, dürfen auch Oleander und Co. wieder nach draußen. Das bekommt ihnen besser als der dunkle Überwinterungsplatz im Keller.
28.01.2020
Der erste Schnee dieses Winters ist da. Natürlich bleibt er nicht liegen, wie das meistens beim ersten Schnee der Fall ist. Gegen 10 Uhr morgens wurde es dunkel, es donnerte ein paar mal, starke Windböen kamen auf und dann begann es heftig zu schneien. Eine Stunde später ist alles vorbei. Nur noch vereinzelte Schneeflocken rieseln langsam vom Himmel.
29.01.2020
Heute Nacht wurde es dann heftig, es schneite und der Schnee blieb dann auch ein paar Stunden lang liegen. Am nächsten Morgen war dann alles vorbei und die Temperaturen steigen wieder.
So langsam geht auch das Vogelfutter zur Neige. Ich werde aufstocken müssen, denn wer weiss, was der Februar noch bringt.
31.01.2020
Der Januar verabschiedet sich mit Dauerregen und frühlingshaften Temperaturen. Gartenfreude kommt nur für Liebhaber von Schlammbädern auf.

Der Januar im Überblick
Tiefsttemperatur +1,3 Höchsttemperatur +4,7

Damit war dieser Januar der wärmste seit Messbeginn, und zwar um drei Grad wärmer als der langjährige Mittelwert. So der Copernikus Wetterdienst der Europäischen Union.