Strauchpäonien

Anders als die bekannteren Staudenpäonien führen Strauch-/Baumpäonien in unseren Gärten eher ein Schattendasein, obwohl es mittlerweile über 1000 verschiedenen Sorten gibt. Ein Grund dafür ist sicher, daß Strauchpäonien nicht immer an unser mitteleuropäisches Klima angepasst sind.


Probleme

Baum- oder Strauchpfingstrosen sind zwar völlig winterhart. Aber oft ist es bei uns im März bereits – wenn auch kurzfristig – warm. Dann zeigen sich bereits die ersten Blätter und Blüten, die aber denn einem späteren, nicht seltenen Frost wieder zum Opfer fallen. Der zweite Austrieb bringt meist nur Blätter. Deshalb diese Pfingstrosen halbschattig und möglichst „ungünstig“ pflanzen, damit sich der Austrieb verzögert. Amerikanische Züchter haben deshalb auch Sorten entwickelt, die auch trotz warmem Frühlingswetter spät austreiben, bei denen taucht dieses Problem dann nicht auf.

Ein weiteres Problem ist Pilzbefall. Der Welkepilz Botrytis befällt die Pflanzen vor allem an feuchten stickstoffreichen Standorten. Wenn nicht rechtzeitig bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten wird, ist die Pflanze nicht mehr zu retten.

Neue Sorten

Weitgehend resistent gegen Pilzbefall haben sich die Kreuzungen mit der Wildart Paeonia rockii gezeigt. Außerdem sind sie außerordentlich frosthart, sodass ihrem Einsatz in Europa, auch in den kälteren Gegenden, nichts im Wege steht.

Pflanzhinweise

Strauchpäonien werden im Spätsommer/Frühherbst gepflanzt. Wie ihre Verwandten, die Staudenpäonien möchten sie am gleichen Platz bleiben und dort in Ruhe gelassen werden. Sonnige bis halbschattige Lage bekommt ihnen am besten. Der Boden sollte vor allem wasserdurchlässig sein – wegen der Botrytisgefahr -, aber auch kalkhaltig. Vor allem in ihren ersten Jahren mögen sie keine Konkurrenz an den Wurzeln. Man kann sie aber gut mit Einjährigen kombinieren. Im Frühjahr und Herbst sollte nur wenig mit Mineraldünger gedüngt werden, Kompost, Mist und Mulch vertragen sie überhaupt nicht. Nur totes Holz muss im Frühjahr entfernt werden. Wenn alle diese Hinweise beachtet werden, können sie sehr alt werden – bis 100 Jahre.

Im allgemeinen werden Strauchpäonien als veredelte Ware im Handel angeboten, d.h. sie werden auf einer Knolle von Staudenpäonien veredelt. Beim Pflanzen ist folgendes zu beachten:

Die Veredlungsstelle sollte 10 – 15 cm tief liegen.
Vor allem bei schweren lehmigen Böden sollte das Pflanzloch mit einer Dränageschicht aus Kies versehen werden. Staunässe ist tödlich.
Knochenmehl (in geringen Mengen) wird als Startdüngung empfohlen

in Haus und Garten

Was im Februar zu tun ist:
Gartenpflege im Februar